SICK Safe Robotics Area Protection
Die Sicherheitssysteme Safe Robotics Area Protection von SICK bilden die Basis für eine produktive und frei zugängliche Mensch-Roboter-Interaktion. Durch den Einsatz von Sicherheits-Laserscannern und intelligenter Steuerlogik ermöglichen diese Systeme kooperative Roboteranwendungen ohne trennende Schutzzäune. Der Roboter passt seine Geschwindigkeit dynamisch an die Position des Menschen an oder stoppt sicher bei Betreten des Schutzfeldes. Sobald der Bereich wieder frei ist, erlaubt die automatische Wiederanlauffunktion eine sofortige Fortsetzung des Prozesses, was Stillstandszeiten minimiert und den Durchsatz maximiert.
Beschreibung
Safe Robotics Area Protection kombiniert hochpräzise Hardware mit vorkonfigurierter Software, um den Integrationsaufwand für Sicherheitslösungen auf ein Minimum zu senken. Das Herzstück bilden die bewährten Sicherheits-Laserscanner von SICK, die flexible Schutz- und Warnfelder um die Roboterstation legen. Je nach gewählter Systemvariante – wie sBot Speed oder sBot Stop – lässt sich das Sicherheitsverhalten individuell auf die jeweilige Applikation zuschneiden.
Ein wesentlicher Vorteil liegt in der hohen Maschinenverfügbarkeit. Während herkömmliche Sicherheitseinrichtungen oft manuelle Quittierungen nach einem Stopp erfordern, ermöglicht dieses System einen automatischen Wiederanlauf, sobald die Person den Gefahrbereich verlassen hat. Dies optimiert die Arbeitsabläufe und entlastet das Personal von repetitiven Schritten.
Dank der Bereitstellung von SISTEMA-Dateien, Verdrahtungsplänen und detaillierten Betriebsanleitungen erfüllt das System alle relevanten Normen für das Performance Level d (PL d). Ob für Pick-and-Place, Palettieranlagen oder Montageaufgaben – Safe Robotics Area Protection bietet eine zukunftssichere Lösung, die sich modular erweitern und an veränderte Fertigungslayouts anpassen lässt.
Besonders in engen Produktionsumgebungen oder bei der direkten Zuarbeit durch den Menschen spielt das System seine Stärken aus. Es verhindert zuverlässig, dass Hände oder Finger zwischen Werkzeug und Oberflächen eingeklemmt werden. Für Prozesse, bei denen der Roboter phasenweise in geschlossenen Maschinen arbeitet, verfügt das System über einen Muting-Modus, um die Flexibilität im Fertigungsfluss zu wahren.
Die Hardware wird direkt am Flansch montiert und über zwei Leitungen mit der Steuerung verbunden. Da die Konfiguration in nur wenigen Schritten erfolgt – IP-Adresse festlegen, Schutzfeldlänge definieren und Validierungspunkt einlernen – ist das System auch ohne tiefgreifendes Expertenwissen schnell produktiv nutzbar.
Technische Details
| Sicherheitsniveau | Performance Level d (PL d) |
| Systemvarianten | sBot Speed, sBot Stop, sBot Speed CIP |
| Kompatibilität | Universal Robots (URCap), ABB, FANUC, KUKA, Yaskawa |
| Hardware | Sicherheits-Laserscanner (z.B. microScan3), Sicherheitssteuerung |
| Funktionen | Geschwindigkeitsreduzierung, Sicherer Halt, Automatischer Wiederanlauf |
| Konfiguration | Teilweise direkt über Roboter-Hardware oder Software |
| Kommunikation | Digital I/O oder EtherNet/IP™ CIP Safety™ |
| Dokumentation | Inkl. Verdrahtungsplan und SISTEMA-Datei |
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